Franz Delitzsch

Franz Delitzsch wurde am 23. 2. 1813 in Leipzig geboren, wo er später von einem jüdischen Buchhändler erzogen wurde. Dort entwickelte sich bei ihm seine Liebe zur jüdischen Literatur. Nach seinem Studium wurde er allmählich Professor in Leipzig (1844), in Rostock (1846), in Erlangen (1850) und später wieder in Leipzig (1867) und galt als großer Kenner der rabbinischen Literatur.

Franz Delitzsch, 1813 - 1890

Unter seinem Einfluß gründeten 1886 einige Leipziger Pfarrer das „Institutum Judaicum Delitzschianum“ mit der Zielsetzung, die Judenmission auf theologisch-wissenschaftlicher Basis in der ganzen Welt zu fördern. Delitzsch begründete damit das wissenschaftliche Fachgebiet, das später die „Wissenschaft des Judentums“ genannt wurde. Durch seine am Institut ausgeführten Studien und Forschungen gelang es ihm, sich die Anerkennung sowohl christlicher als auch jüdische Gelehrter zu erkämpfen.

Einer seiner Schwerpunkte war es, das Neue Testament den Juden bekannt zu machen. Aus diesem Grund arbeitete er 51 Jahre lang an einer Übersetzung des Neuen Testaments in das Hebräische, die 1877 herausgegeben wurde. Einer seiner Wünsche an seine zahlreichen Schüler war, daß sie nie ein Buch schreiben mögen, in dem nicht am Ende Jesus Christus verherrlicht würde.

Franz Delitzsch starb in Leipzig am 4. 3. 1890.

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