Christusbote

Vorwort zur ersten Ausgabe

Ein neues Blatt

Der Untertitel dieses neuen kleinen Blattes sagt aus, was der Christusbote sein will: ein Brief aus Schweden, ein Gruß von der Schwedischen Mission für Israel oder – wie sie auf schwedisch heißt – der „Svenska Israelsmissionen“

Ein Brief vor allem an Alle, die mit uns in Jahren stillen, gemeinsamen Studiums und in den furchtbaren Jahren der Not in Verbindung gewesen sind und diese Verbindung mit uns aufrechterhalten haben. Ein Gruß an sie und an diejenigen, mit denen wir nicht anders als auf diese Weise Kontakt haben können!

Christusbote Nr.1, Ostern 1961

Ein Brief auch an alle diejenigen, die sich dessen bewußt sind, daß das Alte Testament die Wurzel des Neuen ist und die mit dem alten Simeon im Tempel froh bekennen, daß Jesus von Nazareth “ein Licht für die Heiden und eine Herrlichkeit für sein Volk Israel” ist. (Luk. 2, 25-32). An diejenigen also, für die ihr Christentum auch die selbstverständliche Liebe zum alten Gottesvolk einbegreift. Eine Liebe derer, die ihr Bestes – den Glauben an den Erlöser – selbstverständlich denen mitteilen wollen, die sie lieben: den Juden. Ein Gruß also an wirkliche Christen!

Ein Brief aber auch an diejenigen, die mit vorgefaßter Meinung, mit Unwillen oder gar mit Haß das Wort “Jude” aussprechen. Die immer noch nicht glauben wollen, daß die Tötung von 5‚970.000 Juden und Christen jüdischer Abstammung in Gefängnissen, Konzentrationslagern und Gaskammern ein furchtbarer Bankrott des Christentums war, von dem aus ein neuer Anfang in unseren “christlichen” Ländern gemacht werden muß. Ein Gruß an sie und eine Bitte: Kommt zu uns!

Ein Brief natürlich auch an unsere jüdischen Brüder und Schwestern. Sie mögen uns glauben, daß wir jeder Phrase ausweichen möchten, daß wir das Wort Liebe im höchsten und reinsten Sinne meinen und daß wir nicht bekehren, sondern bekennen wollen. So wie wir der Kirche ununterbrochen von Israel erzählen, so wollen wir Israel über die Kirche Christi informieren. Ein Gruß an Alle!

Dieses kleine Blatt ist gewissermaßen ein Ableger der Zeitung der Schwedischen Mission im eigenen Lande, die jetzt in 10.000 Exemplaren monatlich im 88. Jahrgang erscheint. Daher werden im Christusboten auch Aufsätze veröffentlicht werden, die schon in Schweden vom Verlag der Mission erworben wurden und nun auch dem deutschen Sprachgebiet zugeführt werden können. Die Erfahrungen unserer Mitarbeiter in Österreich, Frankreich, Marokko und dem neuen Lande Israel können hier im Auszug ihren Platz finden, und mit der Zeit werden unsere Leser ein zuverlässiges Bild der Lage und einen Überblick über unsere Arbeit bekommen.
Sie ist uns ernst und lieb, denn sie ist biblisch. Sie ist uns eine Gabe von Gott und eine heilige Aufgabe.

Göte Hedenquist                          Johannes Jellinek

Impressum

Christusbote

Vierteljahresbrief der Schwedischen Mission für Israel.

Herausgegeben von Svenska Israelsmissionen, Idungatan 4, Stockholm,
Schweden.

Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Missionsdirektor Pastor
Göte Hedenquist,

Redaktionssekretär: Missionssekretär Pastor Johannes Jellinek
beide Idungatan 4, Stockholm.

Titelbild der letzten Ausgabe des Christusboten anläßlich der Festveranstaltung 50 Jahre Schwedische Mission in Wien Oktober 1972

Verantwortlich für Österreich: Pfarrer Ado1f Rücker, Wien IX,
Seegasse 16.

Gedruckt bei Josef Schwarcz‘ Erbin, Wien IX, Sensengasse 4,

Adressen der Mitarbeiter:

Schweden: Missionsdirektor Göte Hedenquist und Missionssekretär Johannes Jellinek, Idungatan 4, Stockholm Va, Schweden.

Österreich: Schwester Anna-Lena Peterson und Pfarrer Adolf Rücker, Wien IX, Seegasse 16.

Frankreich: Pastor Otto Nothhacksberger und Mlle. Birgitta Karlsson, c/o Mission Suédoise, 49 Rue Dulong, Paris 17.

Marokko: Pastor und Frau Philip Meldrum, c/o Nystedt House,
4 Rue du Phare, Casablanca.

Jerusalem: Direktor Dr. Hans Kosmala und Miss Greta Andrén,
P.O.B. 37, Jerusalem, Israel.

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