Das Altarbild

Bereits in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg schmückte ein großes Altarbild, das fast die gesamte Stirnwand einnahm, den Altarraum der Messiaskapelle. Es zeigt die „Emmausjünger“ in dem dem Augenblick, als sie in dem, der sie begleitete, den auferstandenen Christus erkennen (Lukas 24, 31)

Das Altarbild - Die Emmausjünger

Das Thema für das Altarbild war sicherlich nicht willkürlich gewählt, denn es sollte ja damit der Wunsch der Missionare ausgedrückt werden, daß doch vielen vom Volk Israel die Augen geöffnet werden, damit sie in Jesus den lang erwarteten Messias erkennen, der sich doch schon so lange begleitet hat.

Das Original stammt von einem unbekannten Meister aus dem 17. Jahrhundert und befindet sich im Besitz des Kunsthistorischen Museums Wien. Die als wertvoll erachtete Kopie stammt von E. Hüttenbrenner.

Das Bild mußte entfernt werden, als im Mai 1941 der Kirchensaal der Israelsmission zunächst in einen Krankensaal verwandelt werden sollte und dann aber schließlich gänzlich von der GESTAPO für eigene Zwecke übernommen wurde.

Durch einen Transport, bei dem das bewegliche Eigentum der Israelsmission nach Schweden gebracht wurde, konnte auch das Altarbild vor der Zerstörung gerettet werden.

Das Bild wurde in der Missionszentrale in Schweden in einem Saal aufgehängt, das vielen Flüchtlingen für Gottesdienste und Bibelstunden diente.

Als die Schwedische Israelsmission im Jahr 1951 das Haus in der Seegasse wieder übernahm, wurde ein schlichtes Holzkreuz über dem Altar aufgehängt.

Fast auf den Tag genau nach zwanzig Jahren, im Frühjahr 1971 kehrte das Bild aus Schweden nach Wien zurück und wurde anläßlich der Amtseinführung von Pfarrer Adolf Rücker durch Göte Hedenquist am Ostermontag des Jahres 1971 wieder an seinen angestammten Platz gehängt. Da der Predigttext an diesem Ostermontag Lukas 24, 13-35 (Die Emmausjünger) war, ging Pfarrer Göte Hedenquist am Ende seiner Predigt besonders auf die Geschichte des Bildes ein.

Anläßlich der Neugestaltung der Messiaskapelle im Jahre 1993 wurde das Bild zunächst in der Sakristei aufgehängt. Ein endgültiger Platz, der sowohl dem Wunsch nach einem schlicht und modern gestalteten Altarraum als auch der Geschichte des Bildes gerecht wird, muß wohl erst noch gefunden werden.

Altargestaltung der Messiaskapelle seit 1993

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